Achtsamkeit
26. Februar 2026

Rosinenübung: Achtsamkeit mit allen Sinnen erleben

Schwierigkeit
einfach
Dauer
5–30 Minuten
Wirkung
Entspannung
Zutaten
Rosine o.ä.

Was ist die Rosinenmeditation?

Bei dieser Achtsamkeitsübung geht es darum, eine Rosine mit voller Aufmerksamkeit zu essen. Du richtest all deine Sinne – Sehen, Riechen, Fühlen, Schmecken – ganz bewusst auf dieses kleine Stück Trockenobst. Nimm dir dafür 5 Minuten Zeit. Du kannst die Übung so oft wiederholen, wie du möchtest, denn alte Gewohnheiten übernehmen im Alltag oft schneller das Steuer, als uns lieb ist.
Natürlich kann diese Übung auch mit einem anderen Lebensmittel durchgeführt werden – zum Beispiel mit einem Stück Schokolade?

Der Ablauf der Rosinenmeditation

1. Halten

Nimm eine Rosine und lege sie in deine Hand. Du kannst sie auch sanft zwischen Daumen und Zeigefinger halten.

2. Sehen

Schau dir die Rosine genau an – so, als würdest du sie zum allerersten Mal sehen. Achte auf Form, Farbe und Struktur: glänzt sie, hat sie Falten, wirkt sie unregelmässig oder gleichmässig? Erkunde jedes kleine Detail mit deinem Blick.

3. Berühren

Ertaste die Rosine mit deinen Fingern. Wie fühlt sich ihre Oberfläche an – klebrig, rau, weich oder fest? Vielleicht hilft es dir, die Augen zu schliessen, um dich ganz auf das taktile Empfinden zu konzentrieren.

4. Riechen

Führ die Rosine langsam zur Nase und atme ein. Achte darauf, ob du einen Duft wahrnehmen kannst und ob dieser vielleicht eine körperliche Reaktion auslöst – etwa Speichelfluss oder ein Gefühl im Bauch.

5. Vorbereiten

Bring die Rosine an deine Lippen und beobachte die Bewegung deiner Hand dabei. Spüre den Moment, wenn sie deine Lippen berührt, und lege sie dann achtsam in deinen Mund – zunächst ohne zu kauen. Fühle einfach, wie sie auf deiner Zunge liegt.

6. Kauen und Schmecken

Wenn du bereit bist, beiss langsam hinein. Spüre, wie sich der Geschmack entfaltet, auch nach nur einem Bissen. Kaue gemächlich weiter, nimm wahr, wie sich die Textur verändert und beobachte, wie sich dein Mund dabei anfühlt.

7. Schlucken

Achte darauf, wann das natürliche Bedürfnis zum Schlucken entsteht. Nimm diesen Impuls bewusst wahr, bevor du die Rosine langsam herunterschluckst.

8. Nachspüren

Beobachte, wie die Rosine den Hals hinunterrutscht, und spüre nach, wie sich dein Körper danach anfühlt.

Tipps zur Rosinenmeditation

Alternative: Wenn du keine Rosinen magst, kannst du auch eine andere Trockenfrucht oder ein anderes festes Lebensmittel verwenden. Nur Flüssiges eignet sich weniger gut.
Dauer: Plane mindestens 5 Minuten ein, damit du wirklich in die Wahrnehmung eintauchst. Wenn du länger brauchst, umso besser.
Ungeduld: Wenn dir zwischendurch langweilig wird, nimm auch dieses Gefühl bewusst wahr. Genau darin liegt der Kern der Übung – einfache Dinge mit neuer Aufmerksamkeit zu erleben.
C
Corinne Hardegger
Dipl. Ernährungstherapeutin
Corinne ist diplomierte Ernährungstherapeutin in Chur und Zürich. Sie begleitet Menschen auf ihrem Weg zu einer nachhaltigen, genussvollen Ernährung.
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