Nährstoffe
12. März 2026

Omega-3: Warum sie so wichtig sind

Omega-3-Fettsäuren sind seit einigen Jahren ein grosses Thema in der Ernährungswissenschaft. Zahlreiche unabhängige Studien und Meta-Analysen bestätigen sowohl den präventiven als auch den gezielten Einsatz bei gesundheitlichen Beschwerden.
Omega-3-Fettsäuren sind ein zentraler Bestandteil einer präventiven Gesundheitsstrategie. Statt pauschal zu supplementieren, lohnt es sich, zuerst die eigenen Werte zu kennen. Eine Fettsäureanalyse ermöglicht es, gezielt dort anzusetzen, wo der Körper Unterstützung braucht.
Die meisten Menschen profitieren potenziell von einer gezielten Optimierung ihrer Fettsäureversorgung.

Der Omega-3-Index

Der sogenannte Omega-3-Index misst den Anteil der Omega-3-Fettsäuren EPA und DHA in den roten Blutkörperchen. Dieser Wert gilt als sehr zuverlässiger Marker für die langfristige Versorgung mit Omega-3-Fettsäuren.
< 4 % → erhöhtes Risiko für gesundheitliche Probleme
4–8 % → mittlerer Bereich
8–11 % → optimaler Zielbereich
> 11 % → sehr hoher Anteil, keine Supplementierung nötig (selten)
3 von 4 Menschen haben einen zu niedrigen Omega-3-Index. Der optimale Bereich von 8–11 % wird besonders mit positiven Effekten auf verschiedene Körperfunktionen in Verbindung gebracht.

Omega-3 ist nicht nur für das Herz wichtig

Viele Menschen kennen Omega-3 vor allem im Zusammenhang mit der Herzgesundheit. Doch die positiven Effekte gehen weit darüber hinaus. Eine ausreichende Versorgung kann unter anderem unterstützen bei:

Regeneration und Leistungsfähigkeit im Sport

Schnellere Erholung nach sportlicher Belastung
Unterstützung der Muskelregeneration

Immunsystem

Regulation von Entzündungsprozessen
Unterstützung der Immunfunktion

Gehirn und Konzentration

Verbesserung der Konzentrationsfähigkeit
Unterstützung kognitiver Funktionen

Allgemeine Prävention

Unterstützung von Herz-Kreislauf-Funktionen
Beitrag zu einem gesunden Stoffwechsel
Omega-3 stammt ursprünglich aus marinen Quellen
Möchtest du wissen, wie es um deine Omega-3-Versorgung steht? Mit einer individuellen Fettsäureanalyse findest du es heraus.
Mehr zur Fettsäureanalyse

EPA und DHA – zwei Fettsäuren mit unterschiedlichen Aufgaben

EPA (Eicosapentaensäure)
DHA (Docosahexaensäure)
Wirkung
EPA (Eicosapentaensäure)
Entzündungsregulierend, wichtig für Herz-Kreislauf-Gesundheit, unterstützt Regeneration und Stoffwechselprozesse
DHA (Docosahexaensäure)
Zentral für Gehirn und Nervensystem, wichtig für Konzentration und kognitive Leistungsfähigkeit, trägt zur Erhaltung der normalen Sehkraft bei
Fokus
EPA (Eicosapentaensäure)
Herz, Entzündungen, Regeneration
DHA (Docosahexaensäure)
Gehirn, Nervensystem, Sehkraft
Eselsbrücke
EPA (Eicosapentaensäure)
Das E in EPA = Entzündung
DHA (Docosahexaensäure)
Das H in DHA = Hirn
Je nach individueller Situation kann es sinnvoll sein, mehr EPA oder mehr DHA zu supplementieren – und genau hier liefert eine Fettsäureanalyse wertvolle Informationen.

Das Omega-6/3-Verhältnis

Neben dem Omega-3-Index spielt auch das Verhältnis von Omega-6- zu Omega-3-Fettsäuren eine wichtige Rolle. In der heutigen Ernährung liegt dieses Verhältnis oft bei 10:1 bis 20:1, während ein gesundheitlich günstiger Bereich eher bei 3:1 bis 5:1 liegt.
Das Verhältnis sollte bei 3:1 bis 5:1 liegen. Das Gehirn bevorzugt sogar ein Verhältnis von 1:1.
Ein zu hohes Omega-6-Verhältnis begünstigt Krankheiten und stille Entzündungen im Körper. Ziel ist daher nicht nur, mehr Omega-3 aufzunehmen, sondern auch das Gleichgewicht zwischen diesen Fettsäuren zu verbessern.

Das Wichtigste in Kürze

Statt pauschal zu supplementieren, lohnt es sich, zuerst die eigenen Werte zu kennen. Eine Fettsäureanalyse ermöglicht es, gezielt dort anzusetzen, wo der Körper Unterstützung braucht – für Gesundheit, Leistungsfähigkeit und langfristiges Wohlbefinden.
Fussnoten
1.
Farzaneh-Far et al. "Association of marine omega-3 fatty acid levels with telomeric aging in patients with coronary heart disease." JAMA vol. 303,3 (2010)
2.
Mickleborough et al. "Effect of fish oil-derived omega-3 polyunsaturated Fatty Acid supplementation on exercise-induced bronchoconstriction and immune function in athletes." (2008)
3.
Vinding et al. "Effect of fish oil supplementation in pregnancy on bone, lean, and fat mass at six years." BMJ vol. 362 (2018)
4.
Chang et al. "Omega-3 Polyunsaturated Fatty Acids in Youths with Attention Deficit Hyperactivity Disorder." Neuropsychopharmacology vol. 43,3 (2018)
C
Corinne Hardegger
Dipl. Ernährungstherapeutin
Corinne ist diplomierte Ernährungstherapeutin in Chur und Zürich. Sie begleitet Menschen auf ihrem Weg zu einer nachhaltigen, genussvollen Ernährung.
Möchtest du deine Omega-3-Versorgung überprüfen lassen? Ich biete individuelle Fettsäureanalysen mit persönlicher Beratung an.
Zur Fettsäureanalyse